Zwei Frauen.
Zwei Generationen.
Ein Salon.

Wir sind Astrid Kuhlmann und Veronika Fischer.
Zwei Homöopathinnen mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten, unterschiedlichen Stärken und manchmal auch mit zwei unterschiedlichen Antworten.

Was uns verbindet: die Neugier auf Homöopathie, die Freude am gemeinsamen Denken – und der Wunsch, Frauen in diesem Beruf nicht nur fachlich zu stärken, sondern miteinander zu verbinden.

Denn Homöopathie entwickelt sich dort weiter, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

Was woanders in der Teeküche passiert, passiert bei uns am Telefon.

Man könnte sagen, wir haben eine Praxisgemeinschaft mit ziemlich weit auseinanderliegenden Standorten.

Seit vielen Jahren besprechen wir Fälle, Arzneimittel, Ideen und alles, was uns in unseren Praxen und in der Homöopathie gerade beschäftigt. Meistens am Telefon. Nicht selten länger als geplant.

Bei einem dieser Gespräche entstand die Idee zum Homöopathie Salon.

Wir wollten einen Ort schaffen für das, was auch zwischen uns immer wieder passiert: Wissen teilen. Fälle bewegen. Fragen stellen. Unterschiedliche Gedanken nebeneinanderlegen. Neues ausprobieren. Und Homöopathie gemeinsam weiterdenken.

Einen Salon eben.

2021 haben wir aus der Idee Fischer & Kuhlmann den Homöopathie Salon gemacht.

Und telefonieren tun wir natürlich immer noch.

Eine von uns hat immer recht. ;-)

Welche, klärt sich meistens erst im Gespräch. Wir schauen nicht immer gleich auf einen Fall. Wir gewichten unterschiedlich, haben andere Assoziationen, erinnern uns an andere Arzneimittel oder Erfahrungen und kommen manchmal auf verschiedenen Wegen zu einer ähnlichen Antwort.

Und manchmal eben nicht.

Das versuchen wir nicht glattzubügeln.

Denn genau dort wird es interessant.

Wenn zwei erfahrene Homöopathinnen einen Fall unterschiedlich betrachten, wird sichtbar, dass gute Homöopathie nicht daraus besteht, die vermeintlich richtige Antwort auswendig zu kennen.

Es geht darum, eine Entscheidung fachlich begründen zu können.

Deshalb bekommst du bei uns keine Lehrmeinung in doppelter Ausführung.

Du bekommst zwei Perspektiven. Und die Freiheit, dir deine eigene zu erarbeiten.

Veronika Fischer
Heilpraktikerin · Homöopathin · Dozentin

„Früher machte ich als Clubbesitzerin die Red Hot Chili Peppers bekannt. Heute promote ich Homöopathinnen.“

Homöopathie begleitet mich seit fast 30 Jahren. In meiner Praxis, in der Ausbildung von Homöopathinnen, in der Supervision und als Dozentin.

Mich interessieren Menschen und ihre Geschichten – und Arzneimittel, die andere vielleicht längst überblättert haben. Ich hole gerne sogenannte kleine Mittel aus ihrem Schattendasein, beschäftige mich mit alten Quellen und verbinde das, was dort steht, mit dem, was ich in der Praxis tatsächlich erlebe.

Denn Arzneimittellehre wird für mich dort lebendig, wo sie auf echte Menschen und echte Fälle trifft.

Seit 2003 bilde ich Homöopathinnen aus und begleite Kolleginnen in der Supervision. Über viele Jahre habe ich außerdem homöopathische Fortbildungen organisiert und dabei ein ziemlich gutes Gespür dafür entwickelt, welche Menschen etwas zu sagen haben – und welche Themen es wert sind, genauer betrachtet zu werden.

Im Salon bin ich häufig diejenige, die noch einen Fall kennt, sich an eine alte Quelle erinnert oder mitten im Gespräch sagt:

„Moment. Dazu fällt mir noch etwas ein.“

Und falls du dich fragst: Nein. Ich denke nicht daran, in den Ruhestand zu gehen.

Astrid Kuhlmann
Heilpraktikerin · Tierheilpraktikerin · Dozentin

„Burnett meets Hahnemann.“

Mich interessiert selten nur, was funktioniert. Ich möchte verstehen, warum.

Vielleicht kommt daher meine Vorliebe dafür, komplexe Dinge auseinanderzunehmen, zu sortieren und anschließend wieder so zusammenzusetzen, dass daraus etwas entsteht, mit dem man tatsächlich arbeiten kann.

Die klassische Homöopathie ist dabei meine Basis. Doch sie hält mich nicht davon ab, nach rechts und links zu schauen. Klinische und organotrope Ansätze, Arzneimittellehre, Repertorisation, unterschiedliche Schulen und neue Gedanken dürfen nebeneinanderstehen – solange sich fachlich begründen lässt, was wir tun.

Aus meiner eigenen Arbeit mit Anamnesen und Fallanalysen ist so auch TRACE entstanden: der Versuch, etwas sichtbar und vermittelbar zu machen, das erfahrene Homöopathinnen häufig intuitiv tun – in der Fülle eines Falles die Spur zu erkennen, die Bedeutung hat.

Ich unterrichte seit 2008 und arbeite seit vielen Jahren mit Menschen und Tieren in eigener Praxis. Für meine Fortbildungen recherchiere ich gerne gründlich – und genauso wichtig ist mir die Frage, was davon am Montagmorgen in der Praxis tatsächlich noch trägt.

Im Salon bin ich häufig diejenige, die strukturiert, nachhakt und irgendwann sagt:

„Okay. Doch warum?“

Was passiert, wenn wir beide an einem Tisch sitzen?

Dann wird gefragt, recherchiert, erinnert, widersprochen, nachgeschlagen und manchmal ziemlich lange diskutiert.

Wir interessieren uns für alte Meister genauso wie für neue Ansätze. Für Arzneimittelprüfungen und Repertorien genauso wie für das, was wir in unseren Praxen tatsächlich beobachten.

Dabei gibt es ein paar Fragen, die uns immer begleiten:

Was wissen wir?
Woher wissen wir es?
Was haben wir selbst beobachtet?
Und was wissen wir noch nicht?

Wir glauben nicht, dass Homöopathie davon besser wird, wenn alle dasselbe denken.

Aber wir glauben, dass wir begründen können sollten, warum wir etwas tun.

Deshalb darf bei uns Hahnemann neben Burnett stehen. Eine klinische Überlegung neben einer individuellen Fallanalyse. Eine alte Quelle neben einer neuen Idee. Und Veronikas Blick auf einen Fall neben Astrids.

Entscheidend ist nicht, von wem ein Gedanke stammt.

Entscheidend ist, ob er belastbar ist.

Erfahrung ist gut. Neugier ist besser.

Zusammen bringen wir mehrere Jahrzehnte Praxiserfahrung, Ausbildung, Supervision, Fortbildung und fachliche Recherche mit.

Das ist viel.

Doch Erfahrung allein ist für uns noch kein Argument.

Denn wer lange in einem Beruf arbeitet, kann sehr viel wissen – oder einfach sehr lange dasselbe tun.

Wir möchten uns weiterentwickeln.

Deshalb beschäftigen wir uns mit ungewöhnlichen Arzneimitteln, graben alte Literatur wieder aus, hinterfragen vertraute Vorgehensweisen, entwickeln eigene Gedanken weiter und schauen auch dort hin, wo Homöopathie auf Medizin, Kultur, Biografie oder gesellschaftliche Fragen trifft.

Manches davon wird ein Salonabend.
Manches ein Intensivkurs.
Manches eine neue Methode wie TRACE.

Und manches bleibt erst einmal eine offene Frage.

Denn nicht auf alles sofort eine Antwort haben zu müssen, gehört für uns genauso zu fachlicher Kompetenz wie Wissen und Erfahrung.

Man muss sich nicht kleiner machen, damit eine andere Frau groß sein kann.

Wir sind unterschiedlich alt, haben unterschiedliche Lebensläufe, unterschiedliche Stärken und unterschiedliche Arten, auf Dinge zu schauen.

Wir mögen das.

Wir müssen nicht miteinander konkurrieren. Keine von uns muss die klügere, erfahrenere oder erfolgreichere sein. Wenn eine von uns etwas besser kann, ist das kein Problem – sondern ziemlich praktisch.

Vielleicht funktioniert unsere Zusammenarbeit auch deshalb so gut.

Wir können uns widersprechen, ohne dass daraus ein Machtkampf wird. Wir können Ideen der anderen weiterdenken. Wir können sagen: „Das ist dein Thema, da weißt du mehr.“ Und genauso selbstverständlich: „Da bin ich anderer Meinung.“

Frauen müssen nicht gleich sein, um sich gegenseitig stärker zu machen.

Und deshalb heißt es Salon.

Ein Salon war nie einfach ein Raum, in dem jemand vorne stand und den anderen erklärte, wie die Welt funktioniert.

Er war ein Ort für Begegnung. Für Wissen und Kultur. Für neue Gedanken, Diskussionen und Menschen, die etwas beizutragen hatten.

Genau diese Idee hat uns von Anfang an gefallen.

Wir möchten Homöopathie nicht konservieren.

Wir möchten mit ihr arbeiten.

Mit Respekt vor dem, was vor uns entstanden ist. Mit Neugier auf das, was wir heute daraus machen können. Und gemeinsam mit Frauen, die Lust haben, mitzudenken.

Willkommen im Homöopathie Salon.


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Kein homöopathisches Fast Food.

Dafür ziemlich viel Stoff zum Weiterdenken.